SGKR Hockey News 2008/2009


  • Die Nerven behalten

    Am Sonntag kam es in Bensheim zu Showdown um die Vizemeisterschaft der 2. Damen Hockeyverbandsliga zwischen der heimischen SSG und den SGKR Damen. Ein Unentschieden hätte den Rotenburgerinnen schon gereicht, um Platz zwei hinter Vorwärts Frankfurt zu belegen. Da die SGKR Damen noch nie gut im Verwalten von Ergebnissen waren, gab Trainer Schmidt die einzig richtige Devise aus: Sieg!

    Und so begannen die Spielerinnen um die Rückkehrerin Sinje Schumacher im Tor auch gleich vielversprechend, verwandelte doch Abwehrchefin Caroline Viereck die 1. Strafecke in der 5 min zu verdienten Führung. Bereits 3 min später erhöhte Kathrin Kleinicke nach schönen Zuspiel von Sturmpartnerin Isabell Siebert zum 2:0. In der Folgezeit gelang es ihnen jedoch leider nicht beste Torchancen in zählbare Erfolge umzumünzen. Und so kam es wie es kommen musste. Eine verwandelte Strafecke, ein glücklich abgefälschter Ball und ein Sololauf der Südhessinnen und binnen 5 min war das Ergebnis auf den Kopf gestellt. Quasi mit dem Halbzeitpfiff konnte Isabell Siebert mit einem Alleingang zum 3:3 ausgleichen.

    Zu Beginn der 2. Hälfte stimmte in der Rotenburger Defensive die Zuordnung nicht und dies wurde prompt mit dem 4:3 der SSG-Damen bestraft. Es begann ein wütender Sturmlauf der Rotenburgerinnen, aber ohne zählbaren Erfolg, immer wieder scheiterten sie an der gut gestaffelten Abwehr. Mitte der Halbzeit nahm Trainer Schmidt schließlich eine Auszeit und schwor seine Spielerinnen neu ein, doch endlich mit Spielzügen die Abwehr zu knacken. Seine Ansprache brachte das nötige Gehör, glich Isabell Siebert in der 16. Min mit ihrem 20. Saisontor einen Rückhandschuss ins lange Eck aus. Das Spiel ging nun hin und her, aber erst in der 26.Minute passte Kapitänin Jenny Grunwald auf ihre außen stehende Schwester Isabel die den Ball direkt auf die im Schusskreis wartende Kathrin Kleinicke ablegte. Kathrin behielt die Nerven und schob den Ball unhaltbar in Netz. Nun hieß es die Führung über die Zeit zu retten, dies war aber noch nie das Ding der Nordhessinnen. Aber heute konnten sie sich auf ihre Abwehr um Viereck, Heepe und Diana Schumacher verlassen. Zumal sie in Dianas Schwester Sinje, die nach 3 Jahren Pause für die verletzte Torfrau Tina Schemmel einsprang, einen souveränen und abgeklärten Rückhalt hatten. Sie ließen nichts mehr anbrennen und so war der Jubel groß nach dem Abpfiff.

    "Endlich haben wir einmal die Nerven behalten und einen Rückstand noch gedreht", so Jenny Grunwald nach dem Spiel. "Auf diese Leistung lässt sich in der kommenden Saison aufbauen, jetzt wird aber erst einmal gefeiert", so der sichtlich zufriedenen Trainer Schmidt.

    SGKR (Tore): S. Schumacher - Viereck(1), Heepe, D. Schumacher - Grunwald, Langmann - Urban Siebert(2), Kleinicke(2)

  • Ein Punkt fehlt zur Vizemeisterschaft

    Mindestens einen Punkt benötigen die Frauen der SGK Rotenburg im letzten Saisonspiel am kommenden Wochenende bei der SSG Bensheim, um den Vizemeistertitel in der 2. Hockey-Verbandsliga feiern zu können.

    Mit dem überraschenden Punkteverlust beim Unentschieden gegen den Tabellenletzten RSC Wiesbaden vor Wochenfrist setzten die SGKR-Frauen sich selbst unter Druck, an der Bergstraße nicht verlieren zu dürfen. „Im Hinspiel gegen Bensheim haben wir beim Unentschieden schon zu viele Chancen ausgelassen. Das hat sich auch gegen Wiesbaden gerächt und muss jetzt, wenn es gilt, abgestellt werden“, fordert SGKR-Trainer Oliver Schmidt. „Wir haben aber die bessere Ausgangsposition. Bensheim muss kommen und wir können uns das zunächst in aller Ruhe ansehen.“

    Mit Jenny Grunwald und Ilka Langmann sieht der Coach zudem zwei schnelle Leute im Mittelfeld, die auch aus der Abwehrsituation heraus immer gefährlich nach vorne spielen können. In jedem Falle und unabhängig vom Ausgang der Partie gegen Bensheim haben die Rotenburgerinnen ihr Saisonziel Aufstieg bereits erreicht, da sie auch bei einer Niederlage schlechtestenfalls auf den dritten Tabellenplatz abrutschen würden, der aber ebenfalls noch zum Aufstieg in die 1. Verbandsliga berechtigt.

  • Ohne jegliche Erfolgserlebnisse

    Es bleibt eine Saison ohne jegliche Erfolgserlebnisse für die Männer der SGK Rotenburg. Auch im Nachholspiel gegen die dritte Mannschaft des frisch gebackenen Hallenhockey-Europacupsiegers Rüsselsheimer RK gab es beim 2:11 (1:5) nichts zu bestellen.

    Zwar konnten die Rotenburger wieder einmal zwanzig Minuten lang gefällig mitspielen und das Spiel nach dem zwischenzeitlichen Ausgleichtreffer von Oliver Schmidt (15.) beim Stand von 1:2 lange offen halten, schafften es aber nicht, eigene Akzente zu setzen. „Sicher müssen wir wieder die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Wer aber immer wieder die besten Chancen auslässt und auf der anderen Seite den Gegner mit teilweise haarsträubenden Defensivfehlern zum Tore schießen praktisch einlädt, darf sich am Ende nicht über ein so deutliches Ergebnis wundern“, ärgerte sich SGKR-Abwehrspieler Heiko Scheler. Tatsächlich gelang den Rotenburgern im Vergleich zu den vorherigen Spielen zwar eine Steigerung in punkto Lauf- und Kombinationsspiel, Andreas Grunwald, Bernd Schran und Oliver Schmidt konnten daraus vor dem Tor des RRK jedoch zu selten Kapital schlagen. Oliver Schmidts Tor nach einer Strafecke war daher lange Zeit die einzige umjubelte Situation in Carsten Zinkans Abschiedsspiel. Der SGKR-Kapitän zeigte sich wie alle seine Mannschaftskameraden bemüht, letztlich konnten die Gäste aus der Opel-Stadt mit einigen schnellen Toren Anfang der zweiten Hälfte den Sack aber endgültig zumachen. Tobias Jäger betrieb mit seinem zweiten Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 2:9 (54.) schon nur noch Ergebniskosmetik, bevor die Rüsselsheimer nochmals zwei Treffer zum 2:11-Endstand nachlegten.

    „Langsam ist es auch gut, dass die Saison fast zu Ende ist. Wenn man nur Niederlagen einsteckt, nagt das auch irgendwann an der Moral der Mannschaft“, stellt Trainer Maik Krell fest. Er plant bereits die nächste Saison für sein Team in der 4. Verbandsliga. „Da wird es in den Spielen gegen den KSV Baunatal, HC Ederau Fritzlar, den HC Kassel und den Fuldaer HC zu einigen interessanten Derbys kommen.“

    Für Carsten Zinkan, den Kapitän der SGKR, ging hingegen am Dienstagabend eine Ära zu Ende. Er hatte schon unter der Saison seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt und bestritt nach 17 Jahren sein letztes Heimspiel im Trikot der Rotenburger. Die Zuschauer verabschiedeten ihn unter den Ovationen der Fans und seiner Mitspieler mit einem Plakat auf dem zu lesen Stand „Danke Carsten“. „Es ist immer bitter, wenn der Kapitän von Bord geht. Sowohl menschlich, als auch sportlich wird er uns künftig im Team fehlen“, meint sein Mitspieler Oliver Schmidt.

    SGKR (Tore): Krell – Scheler, Ruck, Zinkan – Chr. Grunwald, Jäger (1) – Schmidt (1), A. Grunwald, Schran


    Fotos vom Heimspiel der Herren am 24.02.2009 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen

  • Letztes Heimspiel der Hockey-Herren

    Eine ungewöhnliche Anstoßzeit und ein großes Ziel. Zwei neue Erfahrungen möchten die Hockeymänner der SGK Rotenburg im Heimspiel am kommenden Dienstag um 20.30 Uhr in der Bernhard-Faust-Halle gegen den Rüsselsheimer RK III machen.

    Zum einen bestreiten die Rotenburger um Spielertrainer und Keeper Maik Krell erstmals ein Saisonspiel gegen einen südhessischen Gegner mitten in der Woche, zum anderen soll in diesem letzten Heimspiel der Saison auch endlich der erste Saisonsieg herausspringen. Die ungewöhnliche Ansetzung kam aufgrund der kurzfristigen Absage der Opelstädter vor dem eigentlichen Spieltermin vor drei Wochen zustande. „Eine Neuansetzung wäre an einem Wochenende sicher schöner gewesen. Da geben die Hallenbelegungspläne für Rotenburg aber leider nichts mehr her“, erklärt Maik Krell den ungewöhnlichen Spieltermin. „So ganz ohne Punktgewinn wollen wir auch nicht aus der Liga gehen. Sicherlich ist unser Abstieg besiegelt. Wir wollen uns aber mit Anstand verabschieden und ein gutes Gefühl mitnehmen, damit wir nächste Saison in der 4. Verbandsliga wieder richtig angreifen können“, so der Trainer.

    Für die Mission Punktgewinn stehen dem Trainer am Dienstag jedenfalls alle Spieler zur Verfügung. Mittelfeldspieler Carsten Zinkan bestreitet dazu sein wohl letztes Karriereheimspiel. Nach der Saison wird er den Schläger nach fast siebzehn Jahren aktiven Hockeysports an den Nagel hängen. „Wir sind ihm einen gescheiten Abschied schuldig. Dafür werden wir uns alle noch mal richtig reinhängen“, verspricht Stürmer Oliver Schmidt.

  • Eine gefühlte Niederlage

    Ein Punktgewinn, der sich nach dem Spiel trotzdem wie eine Niederlage anfühlte. Im letzten Heimspiel in der 2. hessischen Verbandsliga kamen die Hockeyfrauen der SGK Rotenburg am vergangenen Sonntag gegen den bis dahin punktlosen Tabellenletzten RSC Wiesbaden über ein 7:7 (5:2)- Unentschieden nicht hinaus.

    Den Rotenburgerinnen gelang es über die gesamte Spielzeit nicht, den deutlichen Tabellenabstand zu den nur mit einer kleinen Besetzung angereisten Wiesbadenerinnen zu rechtfertigen. Dabei war die Ausgangssituation vor dem Spiel mehr als positiv, nachdem die SSG Bensheim als direkter SGKR-Konkurrent um den zweiten Tabellenplatz am Samstag überraschend gegen den VfL Bad Nauheim patzte. Mit einem Sieg gegen den RSC Wiesbaden konnten die SGKR-Frauen also vor dem abschließenden Spiel in Bensheim am kommenden Wochenende drei Punkte zwischen sich und die Verfolgerinnen legen. Doch schon der hektische Spielbeginn und die munter mitspielenden Wiesbadenerinnen ließen vermuten, dass das sichere 7:0 aus dem Hinspiel in Wiesbaden an diesem Tag kaum zu wiederholen sein würde.

    Viele Ballverluste im Spielaufbau und unnötige Unterzahlsituationen in der Defensive führten dazu, dass die Gäste mit 1:0 in Führung gingen. Katrin Kleinicke konnte diese zwar postwendend ausgleichen, von einer souveränen Spielgestaltung war die SGKR-Sechs allerdings auch in der Folgezeit weit entfernt. So mussten Einzelaktionen den Erfolg bringen. Spielführerin Jenny Grunwald (16.) und Isabell Siebert (18.) brachten ihr Team jeweils nach Sololauf mit 3:1 in Front. Und mit dem Doppelschlag der starken Spielführerin Jenny Grunwald zu einer komfortablen 5:2-Halbzeitführung, schien trotz durchwachsener Leistung die Messe zugunsten der Gastgeberinnen gelesen zu sein. Mit Isabell Sieberts 6:3 (34.) nach dem Seitenwechsel war die Herrlichkeit allerdings dahin. Und das was sein Team nunmehr in großen Teilen der zweiten Hälfte ablieferte, brachte Trainer Oliver Schmidt auf der Bank mit jeder Minute mehr aus der Fassung. Tor um Tor holten die dezimierten, aber niemals aufsteckenden Frauen aus der Landeshauptstadt auf. Und die Rotenburgerinnen fanden kein Rezept mehr gegen die eigentlich immer gleichen Spielzüge der Gäste durch die Mitte. Die führten ein ums andere Mal zu einer Wiesbadener Überzahl vor dem Tor der wackeren Ersatz-Torfrau Susanne Urban und folgerichtig zum 6:6-Ausgleich bis zur 53. Spielminute. Nach der wortgewaltigen Auszeit von Oliver Schmidt, den es nun schon lange nicht mehr auf der Bank hielt, kamen die Gastgeberinnen mit Isabell Sieberts 7:6 noch mal zurück, ein Rotenburger Sieg wäre nach der Leistung der zweiten Hälfte und der Leistung der aufopferungsvoll kämpfenden Wiesbadenerinnen jedoch nicht mehr verdient gewesen. Und so brachte der RSC-Treffer zum leistungsgerechten 7:7-Unentschieden (56.), nach dem Schlusspfiff in beiden Lagern ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Während die Wiesbadenerinnen den ersten Punktgewinn der Saison feierten, schlichen die die SGKR-Frauen wie nach einer Niederlage vom Feld.

    „Offenbar hatten wir die drei Punkte schon zu sicher verbucht. Dadurch hat die Konzentration und der letzte Einsatz gefehlt. Ich hoffe wirklich, dass das der Mannschaft eine Lehre war. Das darf uns im letzten Spiel bei der SSG Bensheim auf keinen Fall noch mal passieren“, mahnte der sichtlich verärgerte Trainer Schmidt nach dem Abpfiff. Gegen den derzeitigen Tabellendritten reicht der SGKR am kommenden Wochenende nunmehr zwar ein Punkt, um die Vizemeisterschaft feiern zu können, auf ein Unentschieden will der Coach aber nicht spekulieren. „Wir spielen natürlich auf Sieg, alles andere wäre fahrlässig. Die Sektflaschen werden wir nach einem Sieg aber nur dann köpfen können, wenn wir uns im Vergleich zu heute sehr deutlich steigern.“

    SGKR (Tore): Urban - Schumacher, Heepe, Viereck – Langmann, Grunwald (3) – Kleinicke (1), Siebert (3)


    Fotos vom Heimspiel der Damen am 22.02.2009 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen

  • Letztes Heimspiel der Hockey-Damen

    Letztes Heimspiel für die Hockeyfrauen der SGK Rotenburg in der Hallensaison der 2. hessischen Verbandsliga. Am kommenden Sonntag treffen sie ab 10.30 Uhr in der Rotenburger Faust-Halle auf den Tabellenletzten RSC Wiesbaden.

    Dabei besteht für die Rotenburgerinnen schon vor dem Anpfiff Grund zu feiern. Als sicherer Tabellendritter hat man das Saisonziel Aufstiegsplatz nämlich schon vorzeitig erreicht. Da die ersten Mannschaft des verlustpunktfreien Meisters TGS Vorwärts Frankfurt II in der ersten Verbandsliga spielt und die Zweite damit nicht dorthin aufsteigen kann, steigt neben dem Vizemeister auch der Drittplazierte auf. Doch auf diesen sicheren Lorbeeren will sich die SGKR nicht ausruhen.

    „Unser Ziel ist die Vizemeisterschaft“, stellt Stürmerin Isabell Siebert klar. Und die ist mit einem Sieg gegen den RSC Wiesbaden und einem Sieg im „Endspiel“ bei der SSG Bensheim am letzten Spieltag in zwei Wochen in greifbarer Nähe. Ein großer Nachteil für Trainer Oliver Schmidt ist allerdings der verletzungsbedingte Ausfall von Torfrau Tina Schemmel bis zum Saisonende. „Tina hat uns viele Siege in dieser Saison festgehalten und ist absolut nicht zu ersetzen. Wir müssen jetzt das Beste aus der Situation machen.“ In den vergangenen Trainingseinheiten hat daher Susanne Urban im Tor trainiert. „Wir geben jetzt einfach noch mal alles und am Ende schauen wir, wofür es langt. Den Aufstieg kann uns ja zumindest keiner mehr streitig machen“, blickt Isabell Siebert optimistisch auf das Saisonfinale.

  • Nach 15 Minuten war die Messe schon gelesen

    Herren-Team vs. SC 1880 Frankfurt

    Wieder keine Punkte für die SGKR. In der 3. hessischen Verbandsliga mussten sich die Rotenburger am vergangenen Samstag in eigener Halle dem SC 1880 Frankfurt mit 3:8 (1:4) geschlagen geben.

    Als Maik Krell nach 15 Minuten der ersten Hälfte eine Auszeit nahm um sein Team noch einmal aufzurütteln, war für die SGK Rotenburg die Messe wieder einmal schon fast gelesen. 1:3 lag man zu diesem Zeitpunkt gegen clever agierende Frankfurter bereits zurück. Klarste Chancen waren auf SGKR-Seite vergeben worden und der Gegner hatte die wenigen Defensivfehler der Rotenburger Hintermannschaft einskalt ausgenutzt. Das frühe Tor jedenfalls, das Spielertrainer Krell vor dem Spiel von seinem Team gefordert hatte, es war wieder einmal nicht gefallen. Genauer gesagt war der SGKR bis zum Zeitpunkt der Auszeit seit nunmehr zweieinhalb Spielen überhaupt kein Torerfolg mehr gelungen. Erst in der 24. Minute, nach insgesamt mehr als 160 Minuten, brach Oliver Schmidt am Samstagabend nach fast sechs torlosen Halbzeiten den Bann für sein Team. Das zwischenzeitliche 1:3 und die zwei weiteren SGKR-Treffer aus der zweiten Spielhälfte standen allerdings auch gegen den SC 1880 Frankfurt wieder einmal in keinem Verhältnis zu der für einen Torerfolg notwendigen Anzahl von Chancen.

    „Dafür gibt es eigentlich keine Worte“, schüttelte Stürmer Oliver Schmidt noch einige Zeit nach dem Abpfiff den Kopf über die von ihm und seinen Mitspielern vergebenen klarsten Tormöglichkeiten. Nach der fünften Niederlage im fünften Spiel bleiben nunmehr wohl nur noch theoretische Hoffnungen auf einen Klassenerhalt. Dieses Thema sieht Maik Krell allerdings realistisch. „Wenn du keine Tore schießt, kannst du keine Spiele gewinnen. Und dann steigst du eben ab – und zwar völlig zu Recht.“

    SGKR (Tore): Krell – Ruck, Scheler – Zinkan, Jäger, Grunwald (1), Schran, Schmidt (2)


    Fotos vom Heimspiel der Herren am 07.02.2009 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen


    RSC Wiesbaden vs. Damen-Team

    Erster zu Null Sieg der SGKR Damen. Am vergangenen Sonntag reisten die Rotenburgerinnen zum Tabellenletzten nach Wiesbaden. Ein Sieg war Pflicht für die Spielerinnen um Trainer Oliver Schmidt.

    Das Spiel begann auch gleich verheißungsvoll. Die Marschroute „bedingungslose Attacke“ und damit verbundene Pressdeckung mündete bereits in der 1. Spielminute in einer Strafecke. Jedoch blieb diese wie auch die folgende Torchance von Ilka Langmann ungenutzt. Zu hektisch wurden die Angriffe vorgetragen und immer wieder scheiterten die Rotenburgerinnen an der Wiesbadener Torfrau. Erst in der 9. Minute erlöste die Torjägerin Isabell Siebert mit einem schönen Rückhandschuss die langsam nervös werdenden SGKR-Damen mit dem 1:0. In der Folgezeit blieben jedoch alle Angriffsbemühungen ungenutzt.

    Die Hauptstädter konnten sich aber kaum aus der Umklammerung befreien. Ein Angriff nach dem Anderen rollte auf ihr Tor. Aber erst in der 23. Minute gelang Kathrin Kleinicke mit einer schönen Direktabnahme das 2:0. Kurz vor der Halbzeit hatte auch Nachwuchsspielerin Susanne Urban ihre große Torchance, ihre Direktabnahme streifte aber knapp am Pfosten vorbei. Die klare Ansprache des Trainers über die vielen ungenutzten Chancen in der Pause, schien gefruchtet zu haben, schoss doch Kapitän Jenny Grunwald quasi mit dem Wiederanstoß zum 3:0 ein. Kurz danach passte sie auf ihre freistehende Schwester Isabell Siebert, die nur noch zum 4:0 einschieben musste. Der Bann war nun endlich gebrochen, lediglich die Abwehr um Biggi Heepe und Caroline Viereck verlebten einen ganz ruhigen Vormittag, unterbanden sie doch jegliche Angriffsbemühungen schon an den Strafraumgrenze, so dass Torfrau Tina Schemmel im gesamten Spiel lediglich dreimal eingreifen musste. Die dritte Verteidigerin Diana Schumacher hielt es auch nicht mehr hinten, und so unterstütze sie die Angriffsversuche durch schöne Anspiele. Ein solches verwandelte Jenny Grunwald mit einem Volley ins Dreieck zum 5:0. In der 20.Minute schließlich nutze Kleinicke die totale Verwirrung in der Wiesbadener Abwehr zu ihrem zweiten Treffer. Den Entstand stellten dann die beiden Schwestern Isabell und Jenny in einem schönen Zusammenspiel her, welches Jenny mit einem schönen Schlenzer zum 7:0 abschloss.

    „So ein ruhiges Spiel habe ich noch nie gehabt“, kommentierte Augen zwinkernd Torfrau Schemmel das Spiel. „Den einzigen Kritikpunkt den ich meinen Spielerinnen anlasten muss ist die mangelnde Chancenauswertung“, so der sichtliche zufriedene Trainer Schmidt nach dem Spiel.

    SGKR (Tore): Schemmel - Viereck, Heepe, Schumacher - Grunwald (3), Langmann - Siebert (2), Urban, Kleinicke (2)

  • Ein frühes Tor soll den Bann brechen

    Möglichst ein frühes Tor soll her um den Bann zu brechen. Die seit mehr als zwei Spielen torlose SGK Rotenburg trifft in der 3. Verbandsliga am kommenden Samstag ab 18.30 Uhr in der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle auf das Team des SC 1880 Frankfurt. Dabei ist es nach Ansicht von SGKR-Spielertrainer Maik Krell wichtig für das Selbstvertrauen seiner Mannschaft, gerade in den ersten Spielminuten den lange herbeigesehnten Treffer zu landen. „Jetzt kommen die Spiele gegen die Mannschaften, die unten drinstehen. Wenn wir in der Liga bleiben wollen müssen wir gerade diese Spiele auch mal mit einer Führung bestreiten. Da können wir nicht immer wie in den ersten Spielen den Rückständen hinterherlaufen.“

    Eine vermeintlich leichte Auswärtsaufgabe wartet auf die Frauen der SGKR in der 2. Verbandsliga. Beim Schlusslicht RSC Wiesbaden ist ein Sieg für die Mannschaft von Trainer Oliver Schmidt Pflicht. „Unser Ziel ist der zweite Tabellenplatz. Dafür wollen wir kämpfen.“

  • Trotz tollem Kampf war nix zu holen

    Im Spitzenspiel der 2. Hockeyverbandsliga traten am Sonntag die Damen der SGKR in Frankfurt beim Tabellenführer TGS Vorwärts an. Trainer Oliver Schmidt musste kurzfristig neben Bianca Schmidt und Susanne Urban noch auf die kranke Diana Schumacher verzichten. So stand dem Team nur ein Auswechselspieler zur Verfügung, und als Marschroute war Kräfte sparen angesagt.

    So versuchten die Rotenburger von Beginn an die Räume eng zumachen und die Frankfurter am Spielaufbau zu hindern. Dies gelang bis zur 10 Spielminute, als die Südhessen eine Strafecke zum 1:0 verwandelten. Durch einen abgefälschten Ball schlug 3 Minuten später der Ball hinter der chancenlosen Rotenburger Torfrau Schemmel zu zweiten Mal ein. Es entwickelte sich ein flottes Spiel, jedoch konnten die SGKR-Damen ihre Chancen nicht in einen zählbaren Erfolg ummünzen. Ein Konter der Südhessinen wurde in der 22 Minute dann zum 3:0 genutzt. Zum Ende der Halbzeit nutze dann schließlich Ilka Langmann die konditionellen Probleme der Vorwärts-Damen aus, und staubte einen Schuss von Kathrin Kleinicke zum Halbzeitstand von 3:1 ab. Die Frankfurterinnen nutzen die Pause besser zum Kräftesammeln, und fanden schneller zurück in Ihr Spiel. Eine verwandelte Strafecke und ein sehenswerter Alleingang führten zum 5:1. Aber Kapitän Jenny Grunwald trieb ihre Spielerinnen weiter unermüdlich an, und verwandelte in der 45.Minute eine Strafecke mit einem schönen Schlenzer. Auch die Abwehr um Viereck und Heepe hatten in der Folgezeit ihre Gegnerinnen fest im Griff. Goalgetterin Isabell Siebert nutze schließlich eine Ihrer Chancen zum 5:3 Anschluss. Aber der Kräfteverschleiß war bereits zu groß und so schaften die Südhessinnen noch das 6:3 kurz vor Schluss.

    „Mit ein, zwei Spielerinnen mehr hätten wir sicher hier etwas reißen können,“ so eine etwas enttäuschte Isabell Siebert nach der Spiel. „Mit der kämpferischen Einstellung bin ich sehr zufrieden, wenn nur endlich die vielen Chancen einmal in zählbare Erfolge umgemünzt würden,“ fasste Trainer Schmidt das Spiel in aller kürze zusammen.

    SGKR (Tore): Schemmel - Viereck, Heepe - Grunwald (1), Langmann (1) - Kleinicke, Siebert (1)

    Das Spiel des Herren-Team wurde kurzfristig von Seiten des RK Rüsselsheim abgesagt - ein Nachholspiel ist in Planung.

  • Das Wochenende der Wahrheit

    Es könnte ein Wochenende der Wahrheit werden für die Hockeyspielerinnen und Hockeyspieler der SGK Rotenburg. Freilich aber in völlig unterschiedlichen Ausrichtungen.

    Für die Frauen gilt es beim verlustpunktfreien Tabellenführer der 2. hessischen Verbandsliga, der TGS Vorwärts Frankfurt weiterhin Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten. Dazu gilt es, die Scharte der bisher einzigen Saisonniederlage beim 4:8 im Hinspiel in eigener Halle auszuwetzen. Mit der in der Vorwoche ausgefallenen Stürmerin Isabell Siebert steht Coach Oliver Schmidt für dieses Unterfangen auch wieder seine torgefährlichste Spielerin zur Verfügung. Sie soll vor allem die desolate Quote der Chancenverwertung beim Unentschieden in der Vorwoche gegen die SSG Bensheim aufbessern. Auf der Position der bis zum Saisonende ausfallende Abwehrspielerin Bianca Schmidt wird voraussichtlich wieder Diana Schumacher auflaufen. Trainer Oliver Schmidt erwartet vor allem für die Hintermannschaft ein hartes Stück Arbeit. „Im Hinspiel haben wir defensiv einige schwache Phasen gehabt, die uns die Niederlage eingebracht hat“, erklärt er. „Diesmal wollen wir versuchen, von der ersten Minute an hellwach zu sein und uns nicht das Spiel der Frankfurterinnen aufzwingen lassen.“

    Für die Männer der SGKR könnten dagegen am Wochenende vollends die Lichter in der 3. Verbandsliga ausgehen. Wenn auch das Heimspiel am Samstag Abend um 20 Uhr in der Rotenburger Faust-Halle gegen den Tabellenvorletzten Rüsselsheimer RK verloren geht, kann die Planung für die 4. Verbandsliga in der nächsten Saison wohl endgültig aufgenommen werden. Andersherum, bei einem Sieg gegen Rüsselsheim und weiteren Punktgewinnen gegen die verbleibenden Gegner ist für die eigentlich abgeschlagene SGKR wieder alles drin. „Ich bin dabei in erster Linie Theoretiker“, meint SGKR-Abwehrspieler Heiko Scheler. „Solange theoretisch noch alles drin ist, glaube ich auch noch an das Wunder.“ Angesichts der Tatsache, dass sein Team seit nunmehr zweieinhalb Partien ohne jeglichen Torerfolg blieb und mittlerweile ein katastrophales Torverhältnis von 8:41 Toren ausweist, wird Optimismus alleine für den Klassenerhalt in letzter Minute allerdings nicht ausreichen. Zudem fallen mit Tobias Jäger, Andreas Ruck, Bernd Schran, und Andreas Heimbuch wieder eine Reihe von Spielern aus, so dass Spielertrainer Maik Krell wiederum nur mit dem letzten Aufgebot rechnen kann. Alles in allem keine guten Voraussetzungen für ein Wunder.

  • Die Seuche am Schläger

    Damen-Team vs. SSG Bensheim

    Eine Punkteteilung, die keinem richtig weiterhilft. Im Verfolgerduell der 2. hessischen Verbandsliga am vergangenen Samstag trennten sich die Frauen der SGKR Rotenburg und der SSG Bensheim 1:1 (1:1).

    Trotz dieses für Hockeyverhältnisse ungewöhnlich niedrigen Ergebnisses war die Partie des Tabellendritten gegen den Zweiten kein Langweiler. Torgelegenheiten boten sich hüben wie drüben. Es waren aber vor allem die SGKR-Anhänger, denn oftmals der Torschrei im Hals stecken blieb. Denn trotz des kurzfristigen Ausfalls von Isabell Siebert und Bianca Schmidt waren es die Hausherrinnen, die das Spiel bestimmten. Allein aber das Tore schießen wollte nicht gelingen. Zwar brachte Jenny Grunwald ihr Team in der dritten Minute nach einer Strafecke in Führung, diese wurde aber bereits in der 7. Minute durch die Südhessinnen ausgeglichen. Was dann folgte war Anschauungsunterricht im Vergeben bester Tormöglichkeiten. Katrin Kleinicke und Jenny Grunwald hatten die Rotenburger Führung auf dem Schläger, scheiterten aber jeweils mehrfach an der eigenen Courage. Aber auch die Bensheimerinnen brachten nichts Zählbares mehr zustande, zumal die SGKR-Abwehr mit Caroline Viereck, Brigitte Heepe und Diana Schumacher und die wieder einmal sichere Torfrau Tina Schemmel nichts mehr anbrennen ließen. Kurz vor Schluss wurde der Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt, als der Schuss einer Bensheimerin aus dem Gewühl heraus nur knapp am Pfosten des leeren Rotenburger Tors vorbei strich.

    „Allein aufgrund unserer ganzen 100%igen Chancen wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen“, meinte Spielführerin Jenny Grunwald nach der Partie. „Es war auch zum Verzweifeln, manchmal hat man aber einfach die Seuche am Schläger.“ Am kommenden Wochenende beim Tabellenführer Safo Frankfurt muss jedenfalls eine deutliche Verbesserung der Chancenverwertung her, wenn ein Punktgewinn nicht unrealistisch sein soll.

    SGKR (Tore): Schemmel – Heepe, Viereck, Schumacher – Grunwald (1), Langmann – Kleinicke, Urban


    Fotos vom Heimspiel der Damen am 24.01.2009 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen


    TEC Darmstadt vs. Herren-Team

    „Wenn ich jetzt sage, wir haben gut gespielt, glaubt mir das bei dem Ergebnis keiner“, so SGKR-Männertrainer Maik Krell nach der 0:8-Auswärtsniederlage am Samstag beim TEC Darmstadt. Trotz des deutlichen Ergebnisses sah Krell seine Mannschaft im Spiel am Böllenfalltor deutlich im Aufwärtstrend.

    Immerhin war der Tabellenletzte der 3. Verbandsliga nach den Ausfällen von Andreas Heimbuch, Oliver Schmidt und Fabian Heepe mit einer Rumpftruppe in den hessischen Süden gereist. Aber gerade diese Notmannschaft zeigte vor allem in der ersten Hälfte eine ansprechende Leistung gegen eine allein personell weit überlegene Darmstädter Mannschaft. „Wir haben uns vorgenommen, einfach Spaß am Spiel zu haben. Und weitestgehend hat das ja auch geklappt“, so Krell, der im SGKR-Tor erstmals wieder an seine gute Form der Vorsaison anknüpfen konnte. Heiko Scheler und Andreas Ruck zeigten im Abwehrzentrum eine disziplinierte Leistung und ließen in den ersten dreißig Minuten kaum Raum für gefährliche Schusskreisaktionen des TEC. Dennoch konnten drei Gegentore bis zur Pause nicht verhindert werden. Diesen Treffern hätten allerdings auch ebenso viele auf SGKR-Seite entgegen gestanden, wenn Bernd Schran und Christian Grunwald nicht sträflich mit den wenigen sich bietenden Torgelegenheiten umgegangen wären. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Darmstädter Hausherren Spiel bestimmend und drängten auf ein klareres Ergebnis. Auf der anderen Seite boten sich dadurch offensiv Chancen für die SGKR, die jedoch nicht in Torerfolge umgemünzt werden konnten. Christian Grunwald tat es dabei seiner zeitgleich in Rotenburg gegen Bensheim spielenden Frau gleich und vergab serienweise beste Gelegenheiten. So stand nach sechzig Minuten den acht Darmstädter Treffern folgerichtig kein einziges Rotenburger Tor gegenüber.

    „Wenigstens zwei, drei Tore hätten wir verdient gehabt“, so Grunwald nach dem Spiel. „Manchmal hat man aber einfach die Seuche am Schläger.“ Ein Satz, der an diesem Abend zirka 200 km nordöstlich in der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle nach dem Frauenspiel der SGKR gegen Bensheim noch einmal von einer Grunwald fallen sollte.

    SGKR: Krell – Ruck, Scheeler - Zinkan, Jäger – Grunwald, Schran

  • Heißer Tanz in der Bernhard-Faust-Halle

    Im Kampf um einen Aufstiegsplatz in der 2. Verbandsliga Hessen erwartet die Hockeyfrauen der SGK Rotenburg am kommenden Samstag ab 18 Uhr in der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle ein heißer Tanz. Zu Gast beim Tabellendritten ist der derzeitige Tabellenzweite, die SSG Bensheim. Im Falle eines Sieges der Rotenburgerinnen rücken sie auf den zweiten Platz und damit einen der beiden Aufstiegsränge vor. Grund genug für Trainer Oliver Schmidt nach dem mageren 2:2 aus der Vorwoche beim HC Kassel noch mal ordentlich an der Motivationsschraube zu drehen. „Das schlechte Spiel in Kassel werden wir so nicht stehen lassen. Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung. Wir müssen beweisen, dass wir zu Recht um den Aufstieg mitspielen.“ Schmidt hofft im Spiel gegen die Südhessen auf den Einsatz von Diana Schumacher und Bianca Schmidt, die gegen Kassel nicht zur Verfügung standen.

    Ganz andere Sorgen hat dagegen Maik Krell als Spielertrainer der SGKR-Männermannschaft. Die startet ebenfalls am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim TEC Darmstadt in die zweite Saisonhälfte. Bisher setzte es für die Rotenburger in allen drei Saisonspielen deftige Klatschen. Und auch beim derzeitigen Tabellenzweiten der 3. hessischen Verbandsliga am Darmstädter Böllenfalltor dürfte mit einem Punktgewinn nicht zu rechnen sein. Denn neben den ohnehin schon großen Abstiegssorgen kommen für Krell für das schwere Auswärtsspiel noch akute Personalsorgen hinzu. Gleich fünf Spieler haben ihren Einsatz absagen müssen. „Was bleibt uns da anderes übrig, als es sportlich zu nehmen und das Beste aus der Situation zu machen. Trotzdem geht unsere Zielsetzung für das Spiel über den olympischen Gedanken hinaus“, so Maik Krell. „Wir wollen hinten dicht machen und vorne unsere sicher rar gesäten Torchancen konsequent nutzen. Dann schauen wir mal, was die Anzeigetafel am Ende hergibt.“

  • Moral bewiesen

    Moral bewiesen, einen Punkt geholt, letztlich aber doch nicht ganz zufrieden. So die Bilanz der Hockeyspielerinnen der SGK Rotenburg nach dem 2:2 im Auswärtsspiel beim HC Kassel am vergangenen Sonntag.

    Garantin für den Punktgewinn war einmal mehr Isabell Siebert, die beide SGKR-Treffer erzielte und damit die zweite Saisonniederlage ihrer Mannschaft verhinderte. Dennoch ärgerte sich Trainer Oliver Schmidt nach dem Spiel darüber, dass letztlich doch nur ein Punkt verbucht werden konnte. „Ohne die Ausfälle von Bianca Schmidt und Diana Schumacher hätte die Partie sicher anders ausgesehen.“

    Alles „hätte, wenn und aber“ ist im Nachhinein aber hinfällig zumal sich auch die ersatzgeschwächte SGKR-Mannschaft grundsätzlich gut schlug. Allein der Spielaufbau war das große Manko an diesem Tag und kostete die SGKR die Linie im Spiel und die Sicherheit auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Vermeidbare Missverständnisse und Fehlpässe führten vielmehr dazu, dass der HC Kassel mit zunehmendem Spielverlauf Selbstvertrauen schöpfte und sogar mit zwei Treffern in Führung ging. Doch Isabell Sieberts Tore brachten die Rotenburgerinnen zurück ins Spiel. Als dann der eigentlich reguläre Rotenburger Führungstreffer von den Fritzlarer Schiedsrichtern aberkannt wurde und auf der anderen Seite SGKR-Torfrau Tina Schemmel mit sehenswerten Abwehraktionen weitere Treffer der körperlich sehr robust zu Werke gehenden HCK-Frauen verhinderte, war das Unentschieden besiegelt.

    SGKR (Tore): Schemmel – Knoth, Viereck, Heepe – Grunwald, Langmann – Siebert (2), Urban, Kleinicke

  • Die Torfrau hat´s gerichtet und wieder war nichts zu bestellen

    Die Torfrau hat´s gerichtet

    Die Torfrau hat´s gerichtet. Mit einer überragenden Leistung war SGKR-Torfrau Tina Schemmel Garant für den Erfolg beim 4:2 der Rotenburger Hockeyfrauen am vergangenen Samstag gegen den VfL Bad Nauheim. Mehr als ein Dutzend bester Möglichkeiten der Gäste machte die Keeperin zunichte und hielt damit den dritten Sieg im vierten Saisonspiel ihres Teams fest.

    Neben Schemmel hatte die SGKR mit „Frau Zuverlässig“, Stürmerin Isabell Siebert, die Protagonisten der Partie in ihren Reihen. Siebert traf erneut dreifach und erzielte damit ihre Saisontore acht bis zehn. Aber auch der Rest der Rotenburger Mannschaft wusste im letzten Spiel des Jahres zu gefallen. Diana Schumacher, sonst unermüdliche Arbeiterin im Mittelfeld ließ bei ihrem Treffer zur Rotenburger Führung (11.) die gesamte Nauheimer Mannschaft in einem sehenswerten Solo stehen und schob überlegt ein. Dennoch gelang es den Gastgeberinnen in der ersten Hälfte nicht, das Spiel zu kontrollieren. Die Nauheimerinnen machten nach dem Rückstand Druck und nahmen das Tor von Tina Schemmel unter Beschuss. Die Rotenburger Defensive um Bianca Schmidt und Caroline Viereck, die ihre Gegnerinnen ansonsten weitgehend im Griff hatten, konnte in dieser Phase den Ausgleich (26.) nicht verhindern. Nach dem Seitenwechsel kam dann die Zeit von Isabell Siebert. Mit einem lupenreinen Hattrick (34., 35., 57.) sorgte sie dafür, dass ihre Mannschaft auf Platz 2 der 2. Verbandsliga in die Weihnachtspause gehen kann. Das 4:2 der Nauheimerinnen in der Schlussminute änderte daran nichts mehr.

    „Wir sind heute als Mannschaft geschlossen aufgetreten und haben damit auch Schwächeperioden im Spiel kompensieren können. Trotzdem müssen wir uns bei Tina Schemmel bedanken, die heute unglaublich gehalten hat“, lobte Trainer Oliver Schmidt.

    SGKR (Tore): Schemmel – Viereck, Heepe, Schmidt - Grunwald, Schumacher (1) – Siebert (3), Kleinicke, Langmann, Urban


    Fotos vom Heimspiel am 13.12.2008 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen


    Wieder war nichts zu bestellen

    Wieder nichts zu bestellen hatten die Männer der SGK Rotenburg im Auswärtsspiel beim THC Wiesbaden am Sonntag. Mit dem 0:11 (0:3) fuhren die Krell-Schützlinge eine weitere deftige Packung ein und verbuchen nunmehr nach drei Spielen eine Tordifferenz von 8:41 Toren.

    Dabei war es noch Ersatztorwart Andreas Heimbuch und seinen guten Reflexen zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Mit dem läuferisch und spielerisch überlegenen Gegner waren die Rotenburger von der ersten Minute an überfordert. Immerhin schaffte es die SGKR in der ersten Hälfte, den Männern aus der Landeshauptstadt weitgehend Paroli zu bieten. Ein Torerfolg blieb der SGKR allerdings verwehrt. Fabian Heepe und Christian Grunwald scheiterten freistehend vor dem Tor oder beim 7-Meter. Auch Sturm-Routinier Oliver Schmidt konnte keine seiner Chancen verwerten. Vor dem eigenen Kasten dagegen wurden Andreas Ruck und Heiko Scheler im Zentrum der Abwehr immer mehr zu beschäftigten Personen. Sie ließen zusammen mit dem starken Heimbuch zwischen den Pfosten in den ersten dreißig Minuten trotz Dauerbeschuss nur drei Gegentore zu. In der zweiten Hälfte mussten die Rotenburger dem hohen Tempo des THC Wiesbaden allerdings endgültig Tribut zollen und sich in eine erneute zweistellige Niederlage ergeben.

    „Mit der ersten Hälfte können wir angesichts der personellen Vorzeichen für diese Partie eigentlich zufrieden sein. Über die zweite Hälfte decken wir den Mantel des Schweigens“, meinte Heiko Scheler zusammenfassend. Für den Jahreswechsel und die zweite Saisonhälfte gibt sich der Defensivspezialist kämpferisch. „Die Prügel haben wir im alten Jahr bezogen, im neuen Jahr wollen wir wenigstens ein bisschen zurückschlagen und vor allem mal wieder siegen.“ Dem in den ersten Spielen arg gescholtenen Punkt- und Torkonto der SGKR jedenfalls würde das sicher gut tun.

    SGKR (Tore): Heimbuch - Ruck, Scheler – Zinkan, Chr. Grunwald - Jäger, Heepe, Schmidt

  • Die letzten Spiele für dieses Jahr

    Nach einem kampflosen Sieg gegen den nicht angetretenen RSC Wiesbaden gastiert der VfL Bad Nauheim am kommenden Samstag ab 20.00 Uhr im letzten Spiel des Jahres bei den Hockeyfrauen der SGK Rotenburg. Im Hinspiel konnten die Rotenburgerinnen in der Nauheimer Halle knapp für sich entscheiden. Die Aufeinandertreffen beider Mannschaften standen jedoch immer auf Messers Schneide, wenn auch meistens mit dem besseren Ausgang für die SGKR. Deren Trainer Oliver Schmidt sieht seine Mannschaft für den letzten Auftritt 2008 in der Bernhard-Faust-Halle gut gerüstet. „Ein Sieg und anschließend ein schöner Jahresausklang auf dem Weihnachtsmarkt“, das ist sein Plan für den Spieltag.

    Wesentlich bescheidener sind die Wünsche im Lager der SGKR-Männer. Nach zwei derben Niederlagen und daraus resultierenden 8:30 Toren ist die Vorfreude auf das Auswärtsspiel beim THC Wiesbaden doch eher gedämpft. Zwar kehrt Christian Grunwald in die Mannschaft zurück, mit Keeper Maik Krell fällt aber eine zentrale Person aus. Andreas Heimbuch wird seinen Platz zwischen den Pfosten in Wiesbaden einnehmen und hat im Training dabei bereits eine gute Figur gemacht. „Wir wollen uns achtbar schlagen und vor allem nicht wieder so einen Haufen Tore kassieren“, gibt Oliver Schmidt als Marschroute für das Spiel in der Landeshauptstadt aus. Für die Offensive lassen Schmidts vier Tore zuletzt gegen den VfL Marburg hoffen, dass er das Abschlusspech aus den vergangenen Spielen endlich ablegen konnte und zu alter Goalgetterstärke zurückgefunden hat.

  • Kein Spiel am Nikolaustag

    Am Nikolaustag gab es tatsächlich keine Geschenke - der RSC Wiesbaden hatte am Vormittag abgesagt. Das nächste Spiel des Damen-Team findet am 13.12.2008 um 20:00 Uhr gegen die Vertretung des VfL Bad Nauheim in der heimischen Bernhard-Faust-Halle statt.

  • Keine Geschenke am Nikolaustag

    Nichts zu verschenken haben die Hockeyfrauen der SGK Rotenburg am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den RSC Wiesbaden. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Vorwärts Frankfurt vor zwei Wochen wünschen sich die Rotenburgerinnen für die Partie gegen den Tabellenletzten aus der Landeshauptstadt am Nikolaustag ab 19 Uhr in der Bernhard-Faust-Halle wieder die volle Punkteausbeute.

    „Wir haben bis Weihnachten noch zwei Heimspiele, die wollen wir gewinnen, bevor wir im neuen Jahr unsere Auswärtsspielserie starten“, gibt Trainer Oliver Schmidt die Marschroute vor. Das hoch gesteckte Ziel mit sechs Punkten aus zwei Spielen erscheint gegen die bisher sieglosen Wiesbadenerinnen und in der nächsten Woche in der Partie gegen die schon im Hinspiel besiegten Damen des VfL Bad Nauheim realistisch. Vor allem die gut funktionierende Offensivabteilung mit Goalgetterin Isabell Siebert und Ilka Langmann, die sich immer besser im Spielsystem zurechtfindet, soll Garant für eine erfolgreiche Vorweihnachtszeit der SGKR-Frauen sein. Torfrau Tina Schemmel und ihre Abwehrspielerinnen um Caroline Viereck und Bianca Schmidt sind darüber hinaus gefragt, möglichst wenige Gegentore zuzulassen.

    „Gegen Frankfurt hatten wir unter Druck Probleme mit dem Spielaufbau und haben einige vermeidbare Treffer gefangen. Daran haben wir gearbeitet. Ich denke, dass wir uns gegen Bad Nauheim wesentlich stabiler präsentieren werden“, so Oliver Schmidt.

  • Nichts zu holen

    Auch im zweiten Saisonspiel war nichts zu holen. Im vermeintlichen Duell der beiden Kellerkinder trat der VfL Marburg am Sonntag gegen die heimische SGKR in der 3. Hallenhockeyverbandsliga an. Nach der herben Auftaktniederlage gegen Bensheim trachteten die Rotenburger auf Wiedergutmachung.

    Und zu Beginn lief auch alles nach Plan, denn bereits nach 20 Sekunden traf Stürmer Schmidt zum 1:0. Doch bedingt durch Zuordnungsfehler in der neu formierten Abwehr gingen die Mittelhessen durch 2 Strafecken in Führung. Rückkehrer Thorben Weichgrebe schaffte jedoch in der 8 min nach sehenswerten Zuspiel von Kapitän Zinkan den Ausgleich. Doch ab Mitte der 1. Hälfte erhöhten die Gäste den Druck und gewannen durch drei schnelle Tore wieder die Oberhand. Leider konnten die Rotenburger ihre wenigen Chancen nicht nutzen und so zogen die Marburger bis zu Halbzeit auf 9:2 davon. Durch eine Standpauke von Trainer Krell sichtlich neu motiviert begann die 2. Hälfte verheißungsvoll. Durch eine taktische Umstellung konnten die Rotenburger nun das Spiel etwas offener gestalten und kamen durch 2 schnelle Tore von Stürmer Schmidt wieder ran. Doch zwei verhängte Strafecken reichten den Mittelhessen um die neu gewonnen Hoffnung im Keim zu ersticken. Das Spiel wogte nun auf und ab, jedoch brachten nur die Marburger die kleine gelbe Gummikugel im Tor unter und kamen so zu einem 16:4 Zwischenstand. Die beiden folgenden schönen Tore von Jäger und erneut Schmidt waren leider nur noch Ergebniskosmetik.

    “Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt, mit der eigenen Taktik geschlagen zu werden ist schon ziemlich frustrierend!“, sprach ein sichtlich geknickter Trainer Maik Krell nach dem Spiel. „Da müssen wir in den kommenden Einheiten doch einiges umbauen.“

    SGKR (Tore): Krell – Schwarz, Weichgrebe (1), Heimbuch – Zinkan, Scheler – Jäger (1), Heepe, Schmidt (4)

  • Wiedergutmachung

    Wiedergutmachung, so lautet das Schlagwort unter dem das zweite Saisonspiel für die Hockeymänner der SGK Rotenburg am kommenden Sonntag ab 11.30 Uhr steht. Im Heimspiel gegen den nach zwei Partien sieglosen VfL Marburg in der Rotenburger Großsporthalle soll möglichst die Scharte der 2:14-Auftaktklatsche gegen die SSG Bensheim ausgewetzt werden.

    „Das ist ein Schlüsselspiel gegen einen direkten Konkurrenten. Da müssen wir punkten“, fordert SGKR-Keeper und Spielertrainer Maik Krell. Vor allem die Defensive, die im Spiel gegen Bensheim vor zwei Wochen des Öfteren überfordert war, steht im Fokus der anstehenden Partie. Mit Thorben Weichgrebe und Torsten Schwarz wurden eigens für das Duell gegen den VfL zwei Abwehrroutiniers reaktiviert, die dem SGKR-Spiel Sicherheit geben sollen. Im Spiel nach vorne erwartet Krell eine deutliche Verbesserung der Chancenauswertung. „Wir haben gegen Bensheim einige hochkarätige Möglichkeiten leichtfertig vergeben. Das war bei diesem Gegner sicher nicht Spiel entscheidend. Gegen Marburg kann uns das aber durchaus den Sieg kosten.“ Personell hat der Trainer neben der Rückkehr von Weichgrebe und Schwarz die Ausfälle von Andreas Ruck und den Grunwald-Brüdern Andreas und Christian zu verarbeiten.

    Achtung: Das Spiel wurde kurzfristig in die Großsporthalle in Rotenburg verlegt!!!

  • Nicht clever genug

    Die erste Niederlage der Saison mussten die Hockeyspielerinnen der SGK Rotenburg am vergangenen Sonntag hinnehmen. Im Spitzenspiel der 2. Verbandsliga Hessen unterlagen sie nach einer unterhaltsamen Partie in eigener Halle den Frauen von Vorwärts Frankfurt mit 4:8 (0:2).

    „In den entscheidenden Phasen waren wir leider nicht clever genug“, meinte Trainer Oliver Schmidt nach dem Spiel. Tatsächlich lieferte die SGKR-Sechs ein Spiel ab, in dem die Einstellung stimmte. Allein über den Kampf waren die taktisch variableren Frankfurterinnen an diesem Sonntag allerdings nicht zu bezwingen.

    Die Anfangsphase wurde von den beiden noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga offen gestalten. Auf beiden Seiten blieben Großchancen wie die von Isabell Siebert (6., 13.) und Ilka Langmann (15.) für die SGKR oder ein Pfostenschuss der Frankfurterinnen ungenutzt. Eine kurze Verwirrung in der Rotenburger Hintermannschaft sorgte schließlich für den Führungstreffer der Vorwärts-Frauen (18.). Kurz vor der Pause nutzten die Gäste eine Kontergelegenheit zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel schien die Partie innerhalb von vier Minuten entschieden, als die Frankfurterinnen bis zur 34. Minute auf 0:5 davonzogen. Dann erst bewies die SGKR-Mannschaft Moral. Jenny Grunwalds 1:5-Anschlusstreffer (40.) schien dafür die Initialzündung zu sein. Ein weiteres Tor der SGKR-Spielführerin (41.), das siebte Saisontor von Isabell Siebert (44.) und ein schönes Tor von Ilka Langmann (45.) und das verloren geglaubte Spiel war beim Stand von 4:5 wieder offen. Dann aber kam die Phase, über die sich Oliver Schmidt anschließend ärgerte. Anstatt gegen die überraschten Gäste nachzusetzen, gaben die SGKR-Frauen das Spiel leichtfertig wieder aus der Hand und ließen sich durch eine offensive Verteidigung der Frankfurterinnen bereits im Spielaufbau unter Druck setzen. Die Quittung waren die Gegentore sechs bis acht, denen die Gastgeberinnen um die tapfer haltende Torfrau Tina Schemmel und Rückkehrerin Stefanie Knoth nun nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

    SGKR (Tore): Schemmel – Knoth, Heepe, Viereck, Schmidt – Grunwald (2), Langmann (1) – Siebert (1), Kleinicke


    Fotos vom Heimspiel am 23.11.2008 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen

  • Zweites Spiel, zweiter Sieg und ein rabenschwarzer Tag

    Zweites Spiel, zweiter Sieg

    Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die Frauen der SGK Rotenburg behielten nach dem Auftakterfolg in Bad Nauheim auch im Nordhessenderby gegen den HC Kassel mit 5:2 (3:1) die Oberhand.

    Erneut war Stürmerin Isabell Siebert mit vier erzielten Treffern maßgeblich am Erfolg ihres Teams beteiligt. Insgesamt überzeugte die SGKR-Mannschaft auf allen Positionen und konnte sich vor allem in der Defensive gegenüber dem Spiel in Bad Nauheim in der Vorwoche deutlich steigern. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Mittelfeldspielerin Jenny Grunwald ließ die SGKR von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie die Halle nach 60 Minuten als Sieger verlassen wird. Entsprechend engagiert gingen die Hausherinnen von Beginn an zu Werke. Und bereits nach 1:30 Minute landete der Hartgummiball nach Isabell Sieberts Schuss zum ersten Mal im Netz der Kasseler Torfrau. Kathrin Kleinicke erhöhte nach 7:30 Minuten auf 2:0. Diese frühe Führung brachte dem SGKR-Team trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers des HCK (12:00) die notwendige Sicherheit. Aus dem agilen Mittelfeld um die starke Diana Schumacher wurden zahlreiche Torchancen herausgespielt, vor der Pause sprang dabei aber lediglich ein weiteres Tor von Isabell Siebert zum 3:1 (28:30) heraus. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wurden die Rotenburgerinnen mit dem erneuten Anschluss (31:12) kalt erwischt, fanden aber wiederum schnell die richtige Antwort. Und in Isabell Siebert hatte die SGKR eine Spielerin in ihren Reihen, der an diesem Tag nahezu alles gelang. Mit ihren Saisontoren fünf und sechs brachte sie ihr Team schließlich mit 5:2 in Front und damit endgültig auf die Siegerstraße.

    SGKR (Tore): Schemmel – Viereck, Heepe, Schmidt, Urban – Schumacher, Langmann – Siebert (4), Kleinicke (1)


    Ein rabenschwarzer Tag

    „Wir waren schon lange nicht mehr so deutlich unterlegen.“ Diese erste Reaktion von SGKR-Spielertrainer Maik Krell nach der 2:14 (1:5)-Klatsche seines Teams gegen die SSG Bensheim im ersten Saisonspiel der 3. Verbandsliga fasste die vorangegangenen sechzig Minuten durchaus treffend zusammen.

    Denn obwohl die SGKR-Männer gegen den ambitionierte Absteiger aus der 2. Verbandsliga sicher nicht als Favorit antraten, rechnete doch niemand mit einem solch deutlichen Ergebnis. Die Rotenburger schafften es lediglich zehn Minuten lang, sich zu wehren, dann aber brach das Torgewitter mit voller Wucht über den Kasten von Maik Krell herein. Innerhalb von vier Minuten erzielten die Bergsträßer ihre ersten fünf Tore und bestraften damit auch die bis dahin schlechte Chancenauswertung der Rotenburger. In den Anfangsminuten hatte vor allem Oliver Schmidt dreimal den Führungstreffer für die SGKR auf der Kelle, scheiterte aber freistehend am Pfosten oder am starken SSG-Keeper. Anders gingen die Bensheimer Stürmer mit ihren Gelegenheiten um. Zu pass kam ihnen dabei auch, dass Rotenburgs Schlussmann Maik Krell einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Der ansonsten so verlässliche Rückhalt bekam meistens nur dann Kontakt zum Ball, wenn er ihn aus dem Netz zu holen hatte. Gegen die flinken und technisch versierten Bensheimer fand die Rotenburger Sechs auch mit zunehmender Spieldauer einfach kein Rezept. In der SGKR-Offensive wiederum führten schnelle Ballverluste oder schlicht Unvermögen im Abschluss dazu, dass dem munteren Torreigen der SSG seitens der Gastgeber kaum Zählbares entgegen gesetzt wurde.

    „Wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten“, meinte Krell nach dem Spiel um sogleich mit finsterer Mine anzufügen, dass „wir nach so einem Debakel aber auch an allem anderen arbeiten müssen.“ So konnten sich letztlich nur Andreas Grunwald (26:20) und sein Bruder Christian (53:17) für ihre Mannschaft in die Torschützenliste eintragen. Abwehrspieler Heiko Scheler sah das Spiel und vor allem das Ergebnis schon kurz nach dem Abpfiff sportlich und erkannte die Leistung der Gegner an: „Das war schon beeindruckend, was die Bensheimer hier gespielt haben. Die Niederlage geht voll in Ordnung, wobei es gerne auch zwei, drei Gegentore weniger hätten sein dürfen.“ In zwei Wochen hat die SGKR an gleicher Stelle gegen den VfL Marburg die Gelegenheit, die Scharte der Auftaktpleite auszuwetzen.

    SGKR (Tore): Krell – Heimbuch, Ruck, Scheler – Zinkan, Jäger, Chr. Grunwald (1), A. Grunwald (1) – Schran, Schmidt


    Fotos von den Heimspielen am 16.11.2008 gibt es in der Rubrik Fotos zu sehen

  • Derby und erste Standortbestimmung

    Ein Derby und eine erste Standortbestimmung steht für die Hockeymannschaften der SGK Rotenburg am kommenden Sonntag an. In der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle treffen die SGKR-Frauen bereits um 11.30 Uhr in der 2. Verbandsliga auf den HC Kassel. Nach dem Auftaktsieg am letzten Wochenende beim VfL Bad Nauheim sollen im Nordhessenderby gegen die bisher sieglosen Kasseler Frauen weitere Punkte her. Ein Ziel, was nach den Ergebnissen der letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften aus Sicht der Rotenburgerinnen durchaus realistisch sein dürfte. Doch obwohl die SGKR in der Vergangenheit oftmals als Sieger gegen den HCK vom Feld ging, spannende Spiele waren diesen Ergebnissen immer vorausgegangen. Damit dürfte auch am Sonntag wieder zu rechnen sein, zumal die Frauen aus der nordhessischen Metropole nach einem verpatzten Saisonstart bereits unter Zugzwang stehen. SGKR-Frauentrainer Oliver Schmidt lässt das aber kalt: „In eigener Halle wollen wir natürlich das Spiel machen und die Gegnerinnen unter Druck setzen. Letzte Woche in Bad Nauheim gab es dabei schon viele gute Ansätze.“

    Um 13.00 Uhr am Sonntag ist dann auch für die Männer der SGKR Anstoß in die neue Saison. Gast in der Faust-Halle ist die SSG Bensheim, Absteiger aus der 2. Verbandsliga. Die Bergsträßer haben mit dem 13:8-Kantersieg in ihrem Saisondebüt am letzten Wochenende gegen den VfL Marburg bereits ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Dennoch sieht SGKR-Spielertrainer Maik Krell gute Chancen, gegen den Favoriten zu bestehen und möglicherweise sogar punkten zu können. „Gerade in den letzten Spielen der vergangenen Saison haben wir unser Potential zeigen können. Wenn wir an diese Leistungen anknüpfen, müssen wir uns vor niemandem verstecken“, meint Krell. Die SSG ist darüber hinaus ein Gegner, der den Rotenburgern liegt. Gegen die Bensheimer hat die SGKR noch nie verloren. Beide Mannschaften kennen sich bereits aus gemeinsamen freundschaftlichen Trainingslagern in Rotenburg vor einigen Jahren. Die Vorbereitung auf die Serie verlief im SGKR-Lager reibungslos. „Wir haben die Zeit genutzt und unser System etwas umgestellt. Das macht uns insgesamt variabler und schwerer auszurechnen“, findet Trainer Krell. Personell stehen für den Coach die Lichter zum Saisonauftakt auf Grün. Lediglich Stürmer Fabian Heepe fällt am Sonntag aus. Diesen Ausfall will Krell aber durch flexible Wechsel zwischen Sturm und Mittelfeld kompensieren. Sofern das überhaupt nötig wird, denn „die Jungs sind fit und heiß auf den Saisonstart. Da muss ich keinen mehr zusätzlich zum rennen motivieren.“ Stürmer Oliver Schmidt freut sich auch schon auf die alten Bekannten aus Südhessen. „Wir werden sie freundlich begrüßen, Gastgebergeschenke wird es diesmal aber keine mit auf den Heimweg geben“, kündigt er bereits an.

  • Auftakterfolg für die Hockeyfrauen beim VfL Bad Nauheim

    Auftakterfolg für die Hockeyfrauen der SGK Rotenburg in die Hallensaison der 2. Verbandsliga Hessen. Beim 3:2-Auswärtssieg beim VfL Bad Nauheim fuhren die Rotenburgerinnen im ersten Spiel die volle Punktzahl ein.

    Nach dem Abstieg im Vorjahr und einigen personellen Ausfällen in der Saisonvorbereitung waren vor dem Spiel die Zweifel im SGKR-Lager über den Stand in der Liga und ein mögliches Saisonziel groß. Doch mit dem Anpfiff in der Nauheimer Sporthalle am Gradierwerk war die Nervosität verflogen. Für Beruhigung sorgte vor allem der Blitzstart der SGKR-Frauen, die durch ein Doppelpack von Isabell Siebert (1:23, 4:57) schnell mit 2:0 in Führung gingen. Ihre gute Leistung krönte die Rotenburger Stürmerin mit dem Pass auf ihre Schwester Jenny Grunwald, die in der 18. Minute gar das 3:0 für die SGKR erzielte. Dann aber machte sich der personelle Engpass der Rotenburgerinnen bemerkbar. Gegen eine komplett besetzte Nauheimer Mannschaft konnte die Rotenburger Sechs den Anschlusstreffer noch vor der Pause (21:40) nicht verhindern. Das 2:3 unmittelbar nach dem Seitenwechsel (32:00) veranlasste SGKR-Coach Krell schon früh in der zweiten Hälfte die in dieser Saison neu eingeführte Auszeitkarte zu zücken. In der kurzen Pause fand er aber offenbar die richtigen Worte für sein Team. „Zum Glück konnten wir in dieser Phase die Wende abwenden“, resümierte Krell nach dem Spiel knapp aber durchaus tiefgängig den Spielverlauf, der Anfang der zweiten Hälfte tatsächlich auf Messers Schneide stand. Doch die Rotenburgerinnen wehrten sich tapfer und konnten mit zunehmender Spieldauer wieder mehr Spielanteile gewinnen. Weitere Treffer blieben bis zur Schlusssirene auf beiden Seiten allerdings aus, so dass letztendlich die SGKR-Frauen ihren Auftaktsieg jubeln konnten.

    Matchwinnerin Isabell Siebert brachte im Anschluss die Erkenntnisse der Partie auf den Punkt: „Es war wie zu erwarten eine enge Partie. Erfreulich ist, dass die Systemumstellung vor der Saison heute Früchte getragen hat. Wir wissen aber auch, dass wir daran noch einiges zu verbessern haben.“ Die nächste Gelegenheit dazu und zum weiteren Punktesammeln bietet sich bereits am kommenden Sonntag ab 11.30 Uhr im Nordhessenderby gegen den HC Kassel in der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle.

    SGKR (Tore/Vorlagen): Schemmel – Viereck, Schmidt – Schumacher, Grunwald (1/1), Langmann (0/1) – Urban, Kleinicke, Siebert (2/1)

  • Jahresbericht Hockey Saison 07/08

    40 Jahre SGKR – 25 Jahre Hockeysport in der SGKR. Auch unsere Abteilung feiert in diesem Jahr ein Jubiläum! Das einstmals aus einer Hockey-AG an der Bebraer Brüder-Grimm-Schule hervorgegangene „Phänomen“ hat sich mittlerweile als feste Größe auf der ansonsten weitgehend „hockeyfreien“ Landkarte Nord- und Osthessens etabliert. Immer noch sind wir – zusammengekommen in der Schulzeit und mittlerweile zumeist in den Dreißigern angekommen – verrückt genug, in den Wintermonaten am Wochenende auch zu nachtschlafenden Zeiten ins Auto zu steigen und für eine 60-Minuten-Partie in der 2. Verbandsliga (Frauen), bzw. 3. Verbandsliga (Männer) nach Frankfurt, Marburg oder Darmstadt zu reisen und ansonsten jeden Dienstag von 20.30 Uhr bis 22.00 Uhr in der Bernhard-Faust-Halle das Training von Maik Krell über uns „ergehen zu lassen“ ;-).

    Mit dieser positiven Verrücktheit auf den erfolgreichsten deutschen Mannschaftssport haben wir auch die abgelaufene Hallensaison 2007/2008 gemeistert. Dabei konnten Frauen- und Männermannschaft unterschiedliche Erfolge feiern. Während es bei den Damen in der 1. Hessischen Verbandsliga mit vielen Mannschaften, bestehend aus ehemals höherklassigen Spielerinnen, keinen Blumentopf zu gewinnen gab und der Abstieg zu beklagen ist, konnten die Männer in der 3. Verbandsliga nach dem Aufstieg im Vorjahr mit einer Energieleistung zum Ende der Saison die Klasse halten.

    In der bevorstehenden neuen Spielrunde muss die Frauenmannschaft jedoch in verstärktem Maße dem „Reproduktionsfaktor“ Tribut zollen. Auf der einen Seite natürlich für uns alle ein Grund zu großer Freude, sportlich gesehen allerdings wird die Mannschaft in Anbetracht des ohnehin schon kleinen Kaders in dieser Spielzeit auf eine Harte Probe gestellt. Nichts desto Trotz freuen wir uns mit Anke und Carsten über unser bereits viertes „Hockeykind“ Moritz und mit Eva und Rucki auf das fünfte, das bereits unterwegs ist! Den vielerorts problematisierten demografischen Wandel kann man uns jedenfalls nicht vorwerfen…

    Alle anderen Spielerinnen seien jedoch an dieser Stelle nochmals auf die Regel hingewiesen, dass etwaige Unternehmungen zwischenmenschlicher Art und Weise in den anstehenden – und wenn auch noch so dunklen und kalten – Wintermonaten bis zum Ende der Hallenhockeysaison Anfang März nur nach vorheriger Rücksprache mit der Teamleitung erlaubt sind! Ihr haltet euch doch dran, …oder?! Sinnvoll wär´s auf jeden Fall, zumal in der anstehenden Runde die Chancen auf viele Siege so groß sind, wie schon lange nicht mehr. Durch die Ligareform und das eingeführte Hin- und Rückspielsystem ergeben sich für die Zuschauer in der Bernhard-Faust-Halle mehr Gelegenheiten, die SGKR-Frauen in Aktion zu sehen und hoffentlich oftmals Siege bejubeln zu können. Die Hoffnungen liegt dabei neben den erfahrenen Kräften vor allem auch auf dem Können der Youngster wie Kathrin Kleinicke, die innerhalb kürzester Zeit fester Bestandteil der Mannschaft geworden ist. Und vielleicht läutet sie zusammen mit weiteren jungen Frauen, die den Spaß am Hockeysport für sich entdecken, ja zumindest soweit einen kleinen Generationswechsel ein, als dass die oben aufgestellte Regel wegen Personalnot zukünftig nicht mehr aufgestellt werden muss.

    Mannschaft 2007/2008: Tina Schemmel, Sabine Heise, Caroline Viereck, Brigitte Heepe, Bianca Schmidt, Eva Ruck, Tina Rödling, Ilka Rödling, Isabell Siebert, Ilka Langmann, Jenny Grunwald, Anke Zinkan, Diana Schumacher, Kathrin Kleinicke.

    Die Männermannschaft, die nach einer steilen Talfahrt aus der 2. bis hinunter in die 4. Verbandsliga in 2007 den direkten Wiederaufstieg in die 3. schaffte, bestach in der letzten Saison durch konstant unkonstante Leistungen. Einem schlechten 4:4 gegen den direkten Abstiegkonkurrenten DHC Wiesbaden II, der eigentlich deutlich hätte besiegt werden können, folgten ebenso deutliche wie unerwartete Niederlagen gegen Offenbach und Fechenheim, dann aber wieder gute Spiele gegen Marburg, Sachsenhausen (9:3!) und schließlich gegen den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter und Aufsteiger Vorwärts Frankfurt, der erst in den letzten Spielminuten in unserer Halle einen Punkt beim 4:4 rettete.

    Die Ausgabe eines Saisonziels für die neue Runde fällt daher ungleich schwerer. Zwar sind vermeintlich schwere Gegner aus der 2. Verbandsliga hinzu gekommen, sich jedoch nur auf den Klassenerhalt als anzustrebendes Ziel zu konzentrieren, sollte für unsere mittlerweile als erfahren zu bezeichnende Mannschaft (Altersdurchschnitt 29,7 Jahre) allerdings nur die Minimallösung sein. Denn wie die aktuellen Trainingsleistungen zeigen: wir erleben gerade unseren dritten Frühling und sind daher sicherlich für so manche Überraschung gut!

    Personell hat sich nicht viel getan, was zum einen daran liegt, dass Männer nicht schwanger werden können und zum anderen sicherlich auch daran – und das gilt für beide Mannschaften -, dass für hockeyinteressierte Jungs und Mädchen unsere Trainingszeit dienstags von 20.30 – 22.00 Uhr schlichtweg zu spät ist. Zwar streben wir schon seit vielen Jahren eine frühere Trainingszeit an, die Stadt hat jedoch in Anbetracht der Vielzahl der neben uns die Hallen belegenden Mannschaften keine Möglichkeiten, uns andere Termine anzubieten.

    So freuen wir uns weiterhin über die kleinen Dinge in unserem Spieleralltag. Zum Beispiel darüber, dass…

    • unser Torwart die zweite Saison in Folge keinen Rücktritt nach der Saison angekündigt hat wie er das sonst all die Jahre getan hat ;-),
    • es bereits Gerüchte über die geplanten Rücktritte vom Rücktritt Zurückgetretener gibt (wirklich!) und
    • dass unser brandenburgisches (genau, nicht brandenburger!) „Kampfschwein“ (im besten Sinne!) Heiko Scheler mittlerweile sogar zum (Lispenhäuser) Hirsch geworden ist und mit uns in seine zweite SGKR-Saison geht, die für uns alle unter dem Motto des unvergesslichen Oliver Kahn steht:
    • „Weitermachen, iiiiimmer weitermachennn!!!“

    Mannschaft 2007/2008: Maik Krell, Heiko Scheler, Thorben Weichgrebe, Torsten Schwarz, Andreas Ruck, Carsten Zinkan, Tobias Jäger, Christian Grunwald, Andreas Heimbuch, Andreas Grunwald, Bernd Schran, Andreas Knoth, Fabian Heepe, Oliver Schmidt.