SGKR zum Hexentanz im Harz vom 07.–10.06.2012

MTB-Rennsteigtour 2012

Auch dieses Jahr startete wieder eine kleine Gruppe von sechs Mitgliedern mit dem Mountainbike in den Harz. Los ging es am Donnerstag den 07.06. morgens mit dem Zug nach Herzberg im Harz. Das Gepäck wurde dort vom Herbergsvater abgeholt und die erste Tour nach Sankt Andreasberg konnte los gehen. Leider hatte es der Wettergott an dem Morgen nicht so gut gemeint und es fing an zu regnen, das sollte sich aber die nächsten Tage gänzlich entgegen den Vorhersagen ändern. Die Tour ging von Herzberg über Lonau hinauf auf den längsten und zweithöchsten Höhenzuges des Harzes zum Grabenhaus „Rehberggraben“ wo sich bei „Harzer Roller“ gestärkt wurde. Anschliessend ging es auf die Mindener Hütte auf der Jordanhöhe. Hier wurden die Zimmer bezogen. Abends ging es dann zur Erkundung in den Ort und man fand eine kleine gemütliche Gaststätte „Zum Stollen“ wo man in die geistreichen Getränke des Harzes eingeführt wurde unter anderem war darunter Harzer Grubenlicht und Strichpimpulin!

Am Freitag den ging es dann los zur zweiten Runde durch den Harz, entlang am Rehberggraben bis zum Oderteich. Der Oderteich diente zur Bewässerung der Gruben in Sankt Andreasberg, das Wasser wurde über mehrere Kilometer über Gräben zu den Gruben gleitet und hier wurden die Wasserräder in den Gruben angetrieben. Weiter ging es am Ufer entlang Richtung Torfhaus, hier wurde bereits ein gutes Fahrkönnen über Wurzelwege, steinige Passagen und Matschlöcher gefordert und so mancher Biker musste den Weg zu Fuß fortsetzen. Die Tour ging dann weiter von Torfhaus nach Altenau zur legendären „Magdeburger Hütte“ wo eigentlich eine Mittagspause eingeplant war. Aber so viel die Namensgebung der Hütte auch versprach, so groß war auch die Enttäuschung bei der Ankunft an der einfachen Schutzhütte ohne Bewirtung oder ordentliche Sitzgelegenheiten. Dann machte man sich auf dem Weg zum Hanskühnenfels und der Hanskühnenburg auf dem Acker (811 m ü. NN), wo dann die Mittagspause bei Nudeln, Erbsensuppe und strahlendem Sonnenschein verbracht wurde. Anschließend machte man sich auf den Weg zur Mindener Hütte.

Am Samstag sollte es auf den höchsten Punkt des Harzes gehen, den Brocken mit 1141 m. Gut gelaunt und wieder bei unerwartet guten Wetter ging es nach einem guten Frühstück los. Der führte von Sankt Andreasberg an Braunlage vorbei Richtung Achtermannshöhe zum Dreieckigen Pfahl. Auf rund 800 Höhenmeter nur noch rund 4,5 km bis zur höchsten Erhebung des Harzes, das Ziel war greibar nah! Pustekuchen, dachten einige, es ging abwärts Richtung Schierke, von dort aus ging es von Rund 550 Höhenmeter über die Brockenstrasse hinauf zum „Gipfel“. Oben angekommen dachte man, man ist zwischen den tausenden von Menschen, ob auf Schusters Rappen, dem Rad oder auf dem Pferdewagen in übergalaktische Völkerwanderung geraten. Wenn dort Ende Mai ein Hexenfeuer gebrannt hat ist es bereits nach wenigen Stunden ausgetrampelt worden oder von den gigantischen Windböen verweht worden. Nach einer Tasse Kaffee ging es abwärts entlang der Brockenbahn, über den Götheweg Richtung Torfhaus über den Märchenweg (Hardcore Trail) zum Oderteich und von dort aus wieder zurück entlang des Rehberggrabens zu Hütte. Am Abend war natürlich für alle im Gemeinschaftsraum das erste EM Spiel unserer Nationalelf angesagt.

Sonntagmorgen mussten die Zimmer geräumt und alle Klamotten wieder in den Rucksäcken verstaut werden und nach dem Frühstück wurde dann aufgebrochen Richtung Herzberg. Auf dem Weg dort hin kam man noch über einen Höhenzug am Großen Knollen von wo man einen wunderschönen Blick über den Gesamten Harz hatte, von dort konnte man alle markanten Punkte der letzten Tage, wie den Brocken, den Wurmberg, die Hanskühnenburg und Sankt Andreasberg sehen. Bei dem Anblick kam bei fast allen ein wenig Wehmut auf, da die vier Tage schon wieder vorbei waren. In Herzberg angekommen ging es dann mit dem Zug über Göttingen nach Sontra bzw. Bebra.


Kurze Information zum Harz:
Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (‚Bergwald‘) genannt, ist ein Mittelgebirge in Deutschland. Er stellt das höchste Gebirge Norddeutschlands dar und liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Osterode am Harz, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1.141,1 m ü. NN der höchste Berg des Harzes.

Große Teile des Harzes sind Naturpark. Der im Harz gelegene Nationalpark Harz wurde 2006 als erster länderübergreifender Nationalpark Deutschlands aus den beiden bestehenden Nationalparks Harz (Niedersachsen) und Hochharz (Sachsen-Anhalt) gebildet.


Fotoshow MTB-Harztour 2012